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Willkommen im Übermorgen!

Innovationen überschwemmen uns in immer schnellerer Abfolge. So schnell, dass man als Unternehmer und Manager den Bezug dazu verlieren kann. Welche Veränderung findet statt? Welche wird das eigene Geschäft betreffen? Auf dieser Seite, unserem #Future Blog,  informieren wir kurz über die neuesten Entwicklungen und versuchen zudem, in unregelmäßiger Folge die Auswirkungen dieser Neuheiten einzuordnen.


Einmal so sein wie Apple…..

Die Kalifornier kopieren sich selbst  - und scheitern daran.

Kaum eine Sehnsucht ist in Technologie-getriebenen Unternehmen unter Vertriebs- und Markenverantwortlichen größer, scheint es, als das eigene Unternehmen einmal in der Position des kalifornischen Apfels zu sehen: Produkte, die so konsequent eine Formenphilosophie atmen, Kommunikation, die immer irgendwie anders ist und einen CEO, der auf der Bühne der beste PR-Vertreter für die Leidenschaft des Unternehmens ist. Kein Zweifel – Apple und Steve Jobs haben dem Marketing gezeigt, zu was es fähig ist: Nicht mehr und nicht weniger, als einen fast bankrotten Konzern innerhalb einer Dekade zum teuersten Unternehmen der Welt zu machen. Zumindest kurzzeitig.

 Allerdings liegt in dem Wunsch ein unauflösbarer Widerspruch. Apple hat diesen Weg zum Erfolg dadurch erfolgreich beschritten, dass es anders war und anders gehandelt hat. In Zeiten, in denen fast die ganze Elektronikbranche mit allen Mitteln versucht hat,  ihre Produkte immer günstiger produzieren und anbieten zu können, haben Jobs und sein Team alle i-Produkte immer aufwändiger gestaltet.  Schon ein Blick in eine iPhone-Verpackung genügt als Beweis dieser Aussage.

Erfolg durch Kopieren ist ein Widerspruch in sich

So agieren wollen wie Apple heißt also zwangsläufig, niemanden zu kopieren. Eine Erkenntnis, die im Marketing eigentlich nicht überraschen sollte – schließlich kann man niemandem Marktanteile abjagen, wenn man alles genauso macht wie der Konkurrent.

Umso überraschender ist es, dass es ausgerechnet Apple selbst ist, das offensichtlich versucht, sich selbst zu kopieren. Anders lässt sich der aktuelle Auftritt bei der Vorstellung der „neuen“ iPhones kaum deuten. Da wurden in der zweiten Generation der nach-Jobs-Produkte zwei Smartphones präsentiert, deren wesentlichste Unterschiede zur Vorgängergeneration  Preis, Farben und der Fingerabdruck auf der Apple-Taste sind.

Und als Krönung wurden Bilder von der Konferenz veröffentlicht, in denen Steve Jobs als optischer Schatten seiner Nachfolger durchscheint: Aber es ist eben nicht dasselbe, wenn der Erfinder der Neuheiten-Show  vor der leeren Bühne die Produkte übergroß präsentiert - oder einer seiner vielen Nachfolger.

Wenn Apple sich schon nicht kopieren kann, ist das auch keine erfolgsversprechende Option für andere

Verbraucher haben ein sehr feines Gespür dafür, ob eine Marke  Original oder Kopie ist. Und wenn Apple selbst sich nicht einmal kopieren kann, dann sollten andere es gar nicht erst versuchen.

Der beste Weg zu erfolgreichem Marketing beginnt bei der Suche nach der eigenen Identität.